Umwelterziehung in Europa

Die Umwelterziehung oder die Umweltbildung, wie sie auch genannt wird, gibt es bereits seit den siebziger Jahren. Der Bildungsansatz soll einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und mit den natürlichen Ressourcen vermitteln. Heute gibt es verschiedene Organisationen und Vereine, die sich der Umwelterziehung verschrieben haben. So die Stiftung für Umwelterziehung in Europa (FEE). Sie ist nicht auf Profit ausgerichtet und gehört auch nicht der Regierung an. Die nachhaltige Entwicklung der Bildung soll gefördert werden. Die FEE ist eine internationale Organisation, sozusagen eine Dachorganisation. Es gibt pro Mitgliedsland immer eine Mitgliedsorganisation der FEE. Diese sind dafür verantwortlich, die europäische Organisation auf der jeweiligen nationalen Ebene zu repräsentieren und deren Programme im eigenen Land durchzuführen. Die FEE habe aber nicht nur in Europa Mitgliedsorganisationen, sondern auch in Asien, Afrika und Nord- sowie Südamerika. Bekannte Programme der FEE sind die Blaue Flagge, die für besonders saubere Strände vergeben wird, die Umweltschule, das Programm Lernen im Wald, der Grüne Schlüssel und die Jungen Reporter für die Umwelt.

Für die Umwelterziehung in Deutschland gibt es rund 4600 Einrichtungen, die durch 20 mobile Einrichtungen ergänzt werden. Die Umweltbildungseinrichtungen in Deutschland laufen unter der Dachorganisation der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung. In der Schweiz gibt es zum Beispiel die Aktion Spechtbaum, in der Schulklassen und Jugendgruppen dazu motiviert werden sollen, nach Höhlenbäumen im Wald zu forschen und hier die Nistplätze verschiedener Vögel entdecken sollen. Manche Förster haben sich hier darauf eingelassen, die betreffenden Bäume stehen zu lassen, was ganz im Sinne der naturnahen Waldbewirtschaftung ist.

Die UN hat eine Dekade begonnen, die sich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ nennt und in der ein Ansatz zum gemeinsamen, globalen Lernen verwirklicht werden soll. Gefördert werden sollen die Erziehungsansätze, die sich an der nachhaltigen Entwicklung orientieren. Viele Pädagogen fordern eine Umstellung der Umwelterziehung und den Entwurf neuer Konzepte, denn sie sind der Meinung, die bisherigen Ergebnisse ließen arg zu wünschen übrig und die Lehransätze müssten reformiert werden.