Naturschutzgesetze

Das Naturschutzgesetz hat zum Ziel, dass die Grundsätze für die Landschaftspflege und den Naturschutz eingehalten werden. Es bezieht sich auf das Naturschutzprogramm Natura 2000 in Europa und stellt Zusammenhänge dazu her. Jeder Mensch wird durch die Naturschutzgesetzgebung dazu aufgefordert, nach seinen Möglichkeiten zu handeln und die Ziele und Grundsätze, die der Naturschutz besitzt, einzuhalten. Natur und Landschaft sollen nicht mehr als unbedingt nötig beeinflusst oder verändert werden.

Das Naturschutzgesetz sieht dafür verschiedene Regelungen vor. Die Regelungen richten sich in erster Linie an die Menschen, die Gebiete und Landschaften nutzen, die nicht Bestandteil eines Naturschutzgebietes sind. Denn der Naturschutz muss flächendeckend betrieben werden und soll nicht auf das kleine Gebiet des Schutzgebietes beschränkt werden. Besonders bedacht wird dabei die Landwirtschaft, da sie so große Flächen nutzt und es ihr daher obliegt, die angrenzenden Flächen naturnah zu belassen sowie die Ziele des Naturschutzes zu beachten.

Das Naturschutzgesetz regelt zum Beispiel in Abschnitt 3, dass Eingriffe in Natur und Landschaft zu unterlassen sind, wenn sie nicht zwingend notwendig sind. Unvermeidbare Eingriffe müssen durch Ersatzmaßnahmen wieder ausgeglichen werden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der alte Laubbaum, der auf dem eigenen Grundstück nicht ohne weiteres gefällt werden darf. Wird es notwendig, ihn zu entfernen, so muss ein junger Baum nachgepflanzt werden.

Ebenfalls geregelt wird über die Naturschutzgesetzgebung der Fakt, wenn ein Haus errichtet werden soll. Die Bauplanung muss dabei die Belange des Naturschutzes beachten und es muss sogar eine Zustimmung der Baubehörde in Bezug auf die naturrechtlichen Gegebenheiten vor Baubeginn vorliegen.

Im Naturschutzgesetz sind außerdem verschiedene Kategorien von geschützten Gebieten benannt, auch Einzelobjekte werden benannt. So kommen Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Naturdenkmal oder Biotop als Kategorie (neben weiteren) im Gesetz vor. In Abschnitt 5 wird der Schutz und die Pflege von wilden Tier- und Pflanzenarten behandelt, wobei die Umsetzung der dort genannten Vorschriften dem Bundesamt für Naturschutz obliegt.